Alles über Schutzfolie: dranlassen oder entfernen?
Schutzfolie beim Laserschneiden: Wann und warum wird sie verwendet?
Wer regelmäßig mit dem Laserschneiden arbeitet, weiß, wie wichtig die Oberflächenbearbeitung ist. Kratzer, Rauchspuren oder Brandschäden an der Oberfläche sind schade um Ihr Material. Glücklicherweise gibt es dafür eine einfache Lösung: Schutzfolie. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, wann und warum Sie Folie verwenden sollten, welche Materialien bereits mit Folie versehen sind und wie Sie diese ganz einfach selbst anbringen.

Was ist Schutzfolie und was bewirkt sie?
Schutzfolie ist ein dünner, abziehbarer Papierfilm, den Sie auf die Oberfläche Ihres Plattenmaterials aufbringen. Sie verhindert Beschädigungen durch:
- Kratzer während des Transports oder der Verarbeitung
- Rauchflecken oder Brandrückstände beim Laserschneiden
- Flecken von schmutzigen Arbeitsflächen oder Fingern
Insbesondere bei glatten, sichtbaren Oberflächen wie Acrylglas, furniertem MDF oder schwarzem MDF kann Folie den Unterschied zwischen einem professionellen Endprodukt und einem Teil, das erneut angefertigt werden muss, ausmachen.
Schutzfolie auf Acrylglas: Immer Standard
Acrylplatten (PMMA), die Sie bei Laser Cut Supply kaufen, sind immer mit einer Schutzfolie versehen – auf einer oder beiden Seiten. Das ist wichtig, denn Acrylglas ist kratzempfindlich. Die Folie kann während des Schneidens einfach auf dem Material bleiben; sie schmilzt nicht fest. Wenn Ihr Design jedoch Flächengravuren enthält, sollten Sie die Folie entfernen, da sie sonst mit dem Material verschmilzt und die Gravur unschön wird. Bei Liniengravuren ist dies hingegen nicht zwingend erforderlich, wird aber bei kleinen Gravuren dennoch empfohlen, da man sich so das nachträgliche Entgittern spart.

Können auch andere Materialien mit Folie versehen werden?
Ja, in vielen Fällen. Denken Sie beispielsweise an:
- MDF
- Sperrholz (insbesondere an den Sichtseiten)
- Biokunststoffe
Bitte beachten Sie: Auf einigen Materialien wie porösem Karton oder faserreichen Holzarten (z. B. Lindensperrholz) haftet die Folie schlecht. Bei diesen Materialien ist das Risiko von Luftblasen, Ablösungen oder Verbrennungen zu groß. In diesen Fällen ist das Schneiden ohne Folie meist die bessere Wahl.
Folie auf der Oberseite anbringen
Die Oberseite ist die Seite, an der der Laser schneidet. Das Anbringen einer Schutzfolie auf der Oberseite hilft besonders gegen:
- Rauchabdrücke oder Brandspuren rund um den Schnitt
- Flecken durch den Luftstrom oder die Absaugung
- Staubpartikel während des Gravierens
Folie auf der Unterseite anbringen
Die Unterseite liegt auf dem Schneidbett – oft einem Waben- oder Rastertisch. Dort können Kleberückstände oder Hitzeflecken entstehen. Eine Folie auf der Unterseite schützt vor:
- Druckstellen durch den Schneidtisch (bei Pin-Tischen)
- Reflexionen oder verbrannten Kanten an der Unterseite
- Hitzeflecken bzw. Rückschlägen vom Schneidbett
Die Folie auf der Unterseite des Materials anzubringen, wird am häufigsten empfohlen, da dies den größten Unterschied ausmacht.
Selbst Schutzfolie anbringen? Das geht
Sie können bei Laser Cut Supply separate Schutzfolie kaufen – geeignet für die Verwendung auf vielen Lasermaterialien. Das Anbringen gelingt ganz einfach mit einer Rakel (die wir ebenfalls anbieten). Damit streichen Sie die Folie straff und luftblasenfrei glatt, ganz ohne Kratzer oder Falten. Nach dem Schneiden können Sie die Folie mühelos und ohne Kleberückstände wieder entfernen.
Zusammengefasst
- Schutzfolie verhindert Kratzer, Rauchflecken und Druckstellen
- Acrylglas ist standardmäßig mit Folie versehen, andere Materialien können Sie selbst damit ausstatten
- Folie auf der Oberseite schützt vor Rauch und Staub
- Folie auf der Unterseite verhindert Schäden, Rückschläge und Verschmutzungen durch das Schneidbett
- Das eigene Anbringen der Folie ist mit unserer Rakel denkbar einfach
Entdecken Sie unser Sortiment an Schutzfolien und Rakeln im Shop – ideal, wenn Sie Ihren Materialien vor dem Schneiden eine zusätzliche Schutzschicht verleihen möchten.